Sonntag, 28. August 2016

7 Sachen # 34. 16

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Gesammelt werden die Sieben jeden Sonntag bei Anita.


1. Gezogen: Schuhe aus. Ich hatte einen kleinen Spaziergang von Herrn Fussel zu mir gemacht. Mit Zwischenstopp bei meinen Lieblingseisdealenden. Beutel dazugeschmissen. Den besten Hipsterbeutel der Stadt habe definitiv ich. Der Süßminister hat ihn mir zum Geburtstag geschenkt. Seitdem nutze ich keinen anderen mehr. Vorne drauf ist natürlich ein Schiff. Ganz klar.


2. Geschmissen: Musik auf den Teller, denn es sollte immer Musik da sein.


3. Gepackt: Einen dicken Briefumschlag aus, den mir die liebste Susanne gefüllt hatte. Angekommen verutlich gestern, nachdem ich das Haus verlassen hatte. Ein Notizbuch für mein Sabbatyeah! Einfach so. Hach! Danke, du Gute!


4. Gekürzt: Herrn Fussel die zweite Hose. Muss ja mit in den Urlaub.


5. Gespült: Heidelbeeren für ein zweites Frühstück ab. Das erste waren ja nur zwei Kugeln Eis....


6. Gepuhlt: Mit dem Nahttrenner. Ein bisschen was für mich, darf ja auch mal unter die Maschine.


7. Geklebt: Den Wäscheständer. Wozu neu kaufen, wenn es buntes Klebeband gibt. Und sonst ist er noch super. Eine gute Woche war das. Auf das noch viele solche folgen werden. Auf in die nächste!

Samstag, 27. August 2016

Samstagskaffee mit Backflash


 Samstagskaltkaffeegetränk im Bett. Wahrhaftig zum Runterkühlen. Das ist nicht alleine den Temperaturen der letzten Tage geschuldet. So ist das, wenn liebe Menschen wieder ins Leben rauschen. Es war eine Woche, in der auf meinem Handy längst gelöschte Nummern und Namen wieder auftauchten. Mehrfach. Erinnerungen wurden ausgegraben. Nur gute, warme, großartige, lustige, legendäre. Und auch musikalische. Ich hätte am Donnerstag die Musikmüdigkeit nicht vor dem Abend erwähnen dürfen. Nichts neues, aber altes, entstaubt, angehört und abgefeiert. Von AFI bis YELLOWCARD. Gerade laufen THRICE.


 Ein Seufzen ging durchs Herz und durchs Hirn. Es tat gut festzustellen, dass zwischen all dem damaligen Mist solche Perlen lagen und die Erinnerungen daran mittlerweile doch viel mehr wiegen. Dass sie mindestens so viel dazu beigetragen haben, wer ich heute bin, als der Mist.


 Und weil wir so viel alte Musik und Bilder, Herz- und Kopfgeschichten ausgegraben haben, habe ich noch einen alten Aktenordner ausgegraben. Darin Geschichten, Essays von mir und anderen. Ich las sie beim morgendlichen Kaffee. Literarisch teilweise keine Glanzleistungen, doch wir haben sie damals abgefeiert. Es war schön, sich auch hier zwischen den Zeilen und Seiten zu verlieren. Und wie das immer bei so etwas ist, sprudelte es in meinem Kopf. Vielleicht gibt es hier demnächst mal en ein oder anderen kleinen Essay, Gedankenworte, Herzgeflüster. Altes und neues von mir. Manche Dinge ändern sich nie. Früher habe ich so viele davon geschrieben. Das Forum, in dem ich sie veröffentlichte, existiert nicht mehr. Es ist vielleicht an der Zeit einen neuen Ort dafür zu finden. Hier.


 Und für ein paar neue Musikdonnerstage habe ich auch schon Ideen. Man merkt, es sprudelt. Ich finde es wunderbar. Dafür bin ich sehr dankbar, dass Altbekannte sich nach Jahren einfach wieder melden. Mit dem Wissen, dass man nicht im Groll auseinandergegangen ist, mit dem Mut und den Glauben daran, dass man sich immer noch versteht, auch wenn viel passiert ist. Dass man sich noch etwas zu sagen hat, auch wenn viel Zeit und eigene Erlebnisse dazwischenstecken. Einfach da weitermachen können, wo man vor Jahren aufgehört hat. DankeDankeDanke! Heute geht die Gedankenübersprudelei noch rüber zu Andrea.

Donnerstag, 25. August 2016

Musikdonnerstag: Bin ich musikmüde?


 Vielleicht werde ich alt und doch irgendwie erfahren oder weise. Musik. Früher einer der wichtigsten Konstanten in meinem Leben, verlor in den letzten Monaten wahrhaft an Bedeutung. Mssiv an Bedeutung. Früher war sie so wichtig. Am Erscheinungstag in den Plattenladen gerannt um die Platte von Band XY zu bekommen, schnellstmöglich nach hause rennen, um sie vor der Anlage sitzend zu verschlingen. Passiert nicht mehr. Vielmehr kam es in letzter Zeit erschreckend oft vor, dass ich unterwegs irgendwo Musik gekauft habe, sie auf statt in die Anlage geschmissen habe und sie dort tagelang- nein teilweise sogar wochenlang noch originalverpackt liegenblieb. Das hätte es früher NIENIENIE gegeben. So geschah es auch mit dieser ROCKY VOTOLATO Platte. Okay, zugegebenermaßen eine älteren Datums und ich kenne sie auch schon, habe sie vor Jahren auf dem MP3- Spieler hoch und runter gehört. Famoses Album. Eines seiner besten. Ich bekam die Platte vom Holzwurm zum Geburtstag geschenkt. Sie blieb stehen bis original gestern. Da befreite ich sie von der Plastikhülle und warf sie auf den Teller.


 Kaum drehte sie sich, kamen Erinnerungen, Emotionen und Ideen hoch. Hach. So soll Musik sein. Damals war er irgendwie... naja... neu. Würde ich ihn heute zum ersten Mal hören, würde er mich vermutlich nicht mehr so vom Hocker reißen. Ich würde nur dran denken, dass das klingt wie KRISTOFFERÅSTRÖMTIGERLOUBOBDYLANIRONANDWINEDALASGREENSinger- /Songwriterkrams. Hmpf. Und so geht es mit so vieler Musik, die mir vor die Füße geworfen wird. Dank der Tatsache, dass ich für allschools.de in diversen Mailverteilern von Musikverlagen und PR-Agenturen hänge, wird sie mir wirklich vor die Füße geworfen. Und jedes Mal, wenn ich schon die Beschreibung in der Mail höre, überkommt mich das große Gähnen. Etwas wirklich neues, aufregendes war schon zu lange nicht mehr dabei. Mein letztes Review setzt auch schon eine dicke Staubschicht an.


 Manchmal purzeln mir dann doch noch ein paar "neue" Perlen vor die Füße. Vor Kurzem erst SOOKEE. Ich habe den Eindruck, dass gerade diese ganzen antifaschistischen/feministischen Rappenden in mein Herz bounzen. DIE ANTILOPEN GANG, NEONSCHWARZ und eben SOOKEE als letzte Krönung. HipHop ist nicht ganz mein favorisiertes Genre, doch die Inhalte sprechen mich im Moment am meisten an. Ja, das haben auch schon zig drei- Akkorde- Schrammelbierpunkbands gemacht. Doch mit dieser richtigen alten Punkmusik konnte ich noch nie was anfangen. Da fehlte mir der musikalische Feinschliff. Das schaffen diese ganzen rappenden Menschen dann eben mit ihren Beats, die definitiv ausgefeilter sind. Ähnlich geht es mir mit Konzerten. Ich schlage mittlerweile meistens drei Kreuze, wenn ich ein Konzert sehen darf und das anschließend nicht in Worte fassen muss. Ich habe auch da das Gefühl, dass schon lange nichts wirklich mitreißendes da war. Teilweise sind Konzertfotografien das Aufregendste, was ich von so einem Abend mitnehme. Zu allem dargebotenen sind mir die Worte schon lange ausgegangen, es scheint sich auch hier alles zu wiederholen.


 Mein Plattenschrank ist gut gefüllt. Diverse Genres und Inhalte. Hin und wieder ziehe ich mal eine alte Scheibe heraus, lege sie auf und denke: Ach, wie schön. Oder jemand erinnert mich an "alte" Musik, wie eben der Holzwurm mit seinem Geschenk. Ich höre noch Musik. Morgens auf dem Weg zur Arbeit mit dem Buch vor der Nase ist es aber immer eher so ein Ding nach dem Motto gewesen: "Es ist sechs Uhr morgens, ich habe Kopfhörer auf, sprich mich auf keinen Fall an." Meistens höre ich auch da alte Sachen. Gutes, bewährtes. Ansonsten weiß ich nicht so recht, ob neue Musik einfach nur auf Repeat gestellt hat, ob wirklich nichts neues mehr da ist, oder ob ich einfach zu viel gehört und gesehen habe. Mich stimmt das ein wenig traurig. Musik ist so ein feiner Lebensbegleiter. Mir fehlen neue Songs zu meinem Leben, der Soundtrack, die Klänge, der Rhythmus und die Poesie... Wo ist die neue, aufregende Musik? Wo ist die neue Musik, das mein Herz tanzen lässt und meine Seele streichelt? Wo sind die Songs, die mich leise mitsingend durch die Straßen ziehen lassen (ja, das passierte früher tatsächlich manchmal)? Mein Leben ist auf keinen Fall so dröge, dass Musik das auch nicht mehr richten kann. Es ist manchmal in meinen Ohren so, wie wenn ich jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße essen würde: Nicht wirklich aufregend, aufweckend, belebend. Und wie machen das eigentlich Menschen, die im Musikjournalismus arbeiten? Ist euch nicht langweilig? Oder hat jemand einen guten Anspieltipp für mich? Ich will nicht musikmüde sein und ich will auch nicht immer das alte wieder und wieder hören, so gut es auch ist. Einfach mal wieder aufhorchen, bei den ersten Takten und wach werden. Das wäre schön und Musik nicht mehr als Staubfänger auf der Anlage liegen haben.

Mittwoch, 24. August 2016

Runter kommen sie alle


 Ich hatte ja schon von der Fahrt mit der Drachenfelsbahn und der fulminanten Aussicht vom Drachenfels auf das Rheintal berichtet. Heute gibt es noch einen kleinen Nachschlag mit Impressionen vom Abstieg.


 Knapp unterhalb der alten Burgruine ist noch ein klassisches Ausflugslokal in einem Bau aus den 30er Jahren. Ich muss dazu sagen, dass diese klassischen Touristenattraktionen nicht zu meinen Lieblingsorten gehören. Es war voll, es war laut und anstrengend. Auch der Abstieg bot nur wenig Natur vor dem Auge.


 Steinschlaggefahr heute wie damals, trotz Stahlankern und Betonmanschetten um die Felsen. Ausgetretene Pfade, diese zum Glück weitestgehend menschenleer. Die Drachenfelsbahn scheint doch das gemütlichere und darum eher gewählte Fortbewegungsmittel zu sein.


 Dafür kann man sich am Wegesrand kaum an den starken Wurzelwerken sattsehen.


 Errosion und Steinschläge dürften dazu beigetragen haben, dass diese knorrigen Wurzelwerke an der Oberfläche zu bewundern ist.


 Kaum noch Erde darunter und darüber.

  
 Bäume auf Felsen, die den letzten Halt suchen, den ihnen der Berg bieten kann.


 Auf der anderen Seite aber auch ein wunderbarer Ausblick auf die hinteren Ausläufer des Siebengebirges.


 Oder eben auch auf die Nachbarberge, wie hier den Petersberg.


 An Wald- und Wiesenrändern wilde Möhre.


 Wiesenblumen.


 Eine Schaf- Ziegenmixherde samt Hund trieb sich auch an den Hängen herum.


 Erste Hotels kündigten das Ende des Weges an.


 An den Hängen des Drachenfels finden sich auch Weinberge. Lange waren sie wegen der Steinschlaggefahr gesperrt. Mittlerweile tragen sie aber wieder. Auf ein Gläschen hatten wir allerdings keine Lust.


 Und so tauchte man wieder im Tal zwischen alten Häuser auf, die noch aus alten touristischen Zeiten stammten. Kein Vergleich zu einsamen skandinavischen Wäldern, aber dennoch ein feiner Ausflug in die Geschichte des Rheinlands und der Sagen. Mal schauen, wann ich mich zu einem Ausflug auf die Löwenburg überreden kann.

Dienstag, 23. August 2016

Zum Dritten


 Ach es gibt so fabelhafte Wortspielereien, die sich mit der Zahl drei anfangen lassen. Aber die kann gerne Graf Zahl in der Sesamstraße reißen, falls es den noch gibt. Der Süßminister jedenfalls wurde drei.


 Nachdem ich ihn schon mit einer Krone bedacht hatte, wollte ich auch noch so einen schmucken Pulli dazupacken. Wieder einmal musste ich festellen, dass man über Farbkombinationen gar nicht lange genug sinnieren kann. So sieht der Pulli jedenfalls schwer nach Spiderman aus. Zum Glück ist die Wirkung eine andere, wenn ein kleiner Mondgesichtiger Süßminister ihn trägt. (Über den Inhalt des Wortes "Nation" im Wort "Farbkombination" ergab ich mich bereits gestern)


 Blau und rot jedenfalls zum dritten Geburtstag. Mal sehen, wie lange der passt. Er wird gemocht und getragen und heute darf er rüber in die Dienstagssammlung, zum Kiddikram und in die Jungssammlung.

Montag, 22. August 2016

Nie wieder Nationalismus #1


 Diesen Beitrag habe ich viel zu lange vor mir hergeschoben. Das hat eigentlich nur einen einzigen erschreckenden Grund: Immer wenn ich meine Ablehnung gegen Nationalismus zum Ausdruck brachte, gingen meine Gegenüber auf mich los, als würde ich sie mit Scheiße bewerfen. Dennoch möchte ich dieses Fass heute aufmachen. Vor über einem Jahr bin ich auf meinem Blog wegen eines ähnlichen Themengebietes schonmal von Mitlesenden angefeindet worden. Von mir gibt es dafür nur vollkommenes Unverständnis. Schon damals meinte ich, dazu mal was erzählen zu müssen. Heute also: Warum Nationalismus aus meiner Sicht kacke ist. Teil 1, denn ich denke, dass das noch nicht alles aus der Sicht gewesen sein wird.
 Fangen wir mal bei mir persönlich an. Vor kurzem war ja wieder so ein Fußballgroßereignis. Überall wurden freudig Nationalfahnen geschwenkt, Essen in schwarz-rot-scheiße auf diversen Blogs präsentiert und Fingernägel in einer ebensolchen Farbe angestrichen. Mir kommt dabei immer alles wieder hoch. In meinem Fall liegt das vermutlich zunächst mal an meinem Großwerden mit Nationalismus und dem deutschen im Speziellen. Ich gehöre zu dieser Sorte Mensch, denen deutsche Nationalflaggen und -hymne immer nur auf der Straße begegneten. Meistens in Form der ewig gestrigen, die ausländerfeindliche Parolen gröhlend durch Innenstädte spazierten. Ich stand auf der anderen Seite der Polizeiabsperrung. Nicht selten mit Schissbüx vor Gewalt, seitens der Nazis und der Polizei. Aber ich wusste, dass es richtig und wichtig ist, trotz Schiss in der Büx auf die Straße zu gehen, laut zu sein und das zu verhindern. Ich glaube zutiefst daran, dass uns solcherlei Erfahrungen in Verbindung mit Gefühlen sehr prägen. Schwarz-rot-scheiße und die dazugehörige Hymne lösen bei mir nur Angst, Wut und Hilflosigkeit aus. Wie also soll ich mich heute an (vermeintlicher) Fußballbeflaggung erfreuen? Im übrigen ist es durchaus differenziert zu betrachten, ob man aus Fußballgründen eine schwarz-rot-scheiße oder Bayern, Pauli, Köln, Leverkusen oder welche Vereinsfahne auch immer man schwenkt. Man könnte meinen, es gäbe einen Unterschied, ob man eine Nationalfahne aus fußballerischen oder aus nationalistischen Gründen schwenkt. Nein. Die Inhalte und Zusammenhänge, kleben an der Fahne, wie Hundescheiße am Schuh. Kein Unterschied. Es steckt zuviel böse Geschichte in den drei Deutschlandfarben. Und kommt mir nicht mit: Aber Deutschland hat auch so viel gutes geschafft. Ich kacke auch nicht da, wo ich esse. 


 Aber bevor mir hier vorgeworfen wird, ich sei ein Spielverderber im Hinblick auf das Schwenken der deutschen Nationalflagge, begebe ich mich auch gerne nochmal auf erweitertes Terrain. Die deutschhistorische Keule schwingen, ist in diesem Falle sehr einfach, zwar auch richtig, aber eben auch sehr platt. Grundsätzlich lehne ich das Konstrukt von Nation in Gänze ab. Ich bin mehr so der "no borders, no nations" Typ. Grenzen sind Konstrukte. Und bisher ist mir noch kein Grund eingefallen, wozu sie gut sein sollen. Es mag evtl. Sinn machen so etwas wie Verwaltungsbezirke einzuteilen, aber Nationalgrenzen sind ja nunmal so viel mehr. Menschen können es sich nicht aussuchen, innerhalb welcher Grenzen sie geboren, großgezogen und leben werden. Nation im Hinblick auf Individuen ist immer eine Sache von Glück, Pech, Zufall, Willkür. Wie es um die Nation gestellt ist, in der man lebt, kann man selten vorhersehen, ebensowenig einfach so ändern. Zugehörigkeit zu einer Nation öffnet oder schließt Türen ebenso willkürlich. Sie entscheidet über medizinische Versorgung, Krieg, Frieden, Bildung, Möglichkeiten der Lebensgestaltung. Willkürlich. Es ist einfach in einer Nation zu leben, in der man von Anfang an gut versorgt ist. Dazu kommt, dass diese Einteilung von Menschen in Nationalitätszugehörigkeit zu stapelweisen Konflikten im Großen und im Kleinen führt. Es konstruiert ein "wir" und ein "die", welches ebenso willkürlich ist, wie die entsprechende Zugehörigkeit. Vorurteile, Diskriminierung, Überbevorteilung.... Dabei sind es immer Menschen. Zudem sind Nationalgrenzen immer mindestens einmal geographische und einmal ideologische Grenzen. Ach und es komme mir keiner mit sprachlichen oder gar kulturellen Gemeinsamkeiten von Menschen einer Nation. Einige Dialekte fordern im deutschen Sprachraum selbst mich heraus, der christliche Glaube geht mir sowas von ab. Ich kann in diesem Zusammenhang nur sicher vom deutschen Sprachraum sprechen, allerdings halte ich all diese Dinge gleichermaßen für alle Nationen als gültig. Es ist mir wumpe, ob der französiche, der us-amerikanische, der schwedische oder jeglicher anderer Nationalismus abgefeiert wird. Grenzen sind Konstrukte, die nur für Menschen gelten. Wasser, Luft, Tieren, Pflanzen sind Grenzen herzlich egal. Alle Lebewesen sind freier als der Mensch. Der Mensch baut sich seine Grenzen für vieles selber. Erscheint nicht besonders schlau, was? Ist es bei so viel Willkür nicht vielleicht auch ein bisschen unschlau, darauf "stolz" zu sein, Nation X oder Y anzugehören? Gäbe es nicht zig andere Dinge, für die man vielleicht wirklich gearbeitet hat, stolz zu sein oder die man als Teil seiner Identität nennen kann? Und um auf die Fähnchen zurückzukommen: Fähnchen in Nationalfarben sind die farbliche Sichtbarmachung dieser Grenzen. Also packt die Fahnen, die Nagellacke weg und werft euer Essen wieder anständig auf den Teller. Vermutlich sind meine Emotionen, die ich mit Nationalismus verbinde ja auch gar nicht so falsch und ich habe im Hinblick auf meine Sozialisation indem Zusammenhang wirklich Glück gehabt. Um das Känguruh von Marc-Uwe Kling zu zitieren: "Es gibt also nur kranken Patriotismus. Gesunder Patriotismus klingt für mich ein bisschen wie gutartiger Tumor. Es ist vielleicht nicht direkt lebensgefährlich, aber es ist immer noch ein Tumor." Auch wenn es kleine feine Unterschiede zwischen Patriotismus und Nationalismus gibt, lasse ich das erstmal so stehen und vielleicht wirken. Und bei Gelegenheit gibt es sicherlich noch die zig anderen Gründe, warum Nationalismus, Patriotismus und Co. nichts in Köpfen und Herzen, auf Stoff, Nägeln und Esstischen zu suchen hat.

Sonntag, 21. August 2016

7 Sachen # 33. 16

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Gesammelt werden die Sieben jeden Sonntag bei Anita.


1. Gewartet: Auf den Zug von Antje zu Frau Postriot. Natürlich ordnungsgemäß im gelben Viereck.


2. Gestreichelt: Sojarn. Das wird mal ein Pullover hoffe ich.


3. Geblättert: In diesem fabelhaften Strickbuch. Leider kein passendes Strickmuster gefunden und alle darin abgebildete sind definitiv über meinen Niveau. Allerdings finde ich in diesem Buch die Models und Körpermaßangaben ganz großartig. Gehört Frau Postriot und blieb darum auch da.


4. Gezeigt: Frau Postriot ein paar Kniffe an ihrer neuen Maschine. Sie hat sich vor kurzem das Modell gekauft, mit dem ich auch nähe. Da helfe ich doch gerne beim Kennenlernen.


5. Geschlossen: Die Wohnungstür in meinem schon wieder düsteren Flur ab. Wieder zuhause.


6. Gestellt: Mitnehmbagel von um die Ecke aufs Sofa.


7. Geschmissen: Erst mich in die Gemütlichkeitshose und danach aufs Sofa. Hach. Ein schönes Wochenende war das.