Mittwoch, 24. Mai 2017

Nachmittagssonne auf dem Balkon


 Mein kleiner Balkon, nachmittags in der Sonne. Da ist es schön. Fast ganz im Grünen, ich kann mich nicht beklagen. Die Vögel singen, man hört die Stadt, manchmal weht der Wind die Geräusche aus einem der beiden Fußballstadien herüber, hin und wieder auch ein Schiffetuten.


 Die Kapuzinerkresse gedeit in diesem Jahr unerwartet und erschreckend gut.


 In einem Blumenkasten habe ich etwas neues gesät. Erfahrungsgemäß popeln die Vögel das gerne wieder raus, bevor es groß ist. Erfahrungsgemäß halten diese kleinen Wimpelketten sie aber davon ab. Ich habe gelernt.


 In den letzten Jahren haben sich in den anderen Blumenkästen Bartnelken, Margeriten und anderes breit gemacht. Die Bartnelken brauchen noch ein bisschen.


 Die Margeriten haben schon vorsichtig losgelegt.


 Hinauf zur Sonne.


 Die Akelei kämpft derzeit leider mit den Blattläusen.


 An der Dachrinne baumelt die Tasse, die mal eine Meisenglocke war. 


 Wenn die Sonne Abends dann weg ist, bleibt sie noch in Form von Solarbeleuchtung. Mehr Bilder kann ich von meinem Balkon nicht machen, ohne die Privatsphäre meiner Nachbarsmenschen zu verletzen. Darum bleibt es dabei. Vielleicht wurde aber deutlich, warum ich da so gerne mit den Büchern rumlümmele. Ich melde mich von dort wieder, wenn die Bartnelken, die Kapuzinerkresse und der Goldfelberich blühen. 

Dienstag, 23. Mai 2017

Messer auf der Blumenwiese


 Wie war das? Es sind die kleinen Dinge im Leben? In diesem Sinne heute ein kleines Ding, das vor Kurzem in meine Küche eingezogen sind: Diese supersimple Messermagnetleistenverschönerung.


 Eigentlich ist das so eine schäbbige, billige vom Möbelschweden. Man kann die obere Leiste ganz einfach abnehmen. Für alles Weitere benötigt man ein Stück Stoff und etwas Klebeband.


 Stoff um die Leiste spannen, mit Klebeband etwas diletantisch fixieren. Es reicht eine Fixierung an den kürzeren Enden.


 Der Rest des Stoffes spannt sich, wenn man die obere wieder auf die untere Magnetleiste pappt.


 Die Messer halten trotz des Stoffes immer noch. Meine Leiste hängt wirklich senkrecht und selbst das hält. Die Idee ist nicht ganz von mir. Der Holzwurm hat seine Messerleiste mit Furnier beklebt. Das funktioniert auch. Allerdings muss man da auf die Holzwahl achten, da einige Hölzer mit Metal reagieren und Messer evtl. angreifen. Mit hübschem Papier oder Klebefolie geht das sicherlich auch. Aber ich habe ja einen Stoffhaushalt. Das darf heute noch in die Dienstagssammlung. Nächsten Dienstag gibt es noch was Praktisches für die Küche oder andere Räume.

Montag, 22. Mai 2017

Hamburger Untergrund


  Ich habe eine schlimme Schwäche für Hamburger Untergrundbahnstationen. Egal ob U- oder S- Bahn: Ich liebe diese Fliesen! Leider haben so ein paar Menschen gedacht, dass diese Fliesen total schlimm seien und dass sie verschwinden sollen. Es ist ja nun nicht so, dass alle Bahnstationen in Hamburg barrierefrei seien, der Umbau nur sehr schleppend läuft und ständig irgendein Aufzug kaputt ist. Aber diese Fliesen! Die Fliesen müssen weg! Welch ein Jammer.... Ich habe jedenfalls meine Kamera und mein Monatsticket geschnappt und bin mal quer durch die Stadt gedüst. Ich habe nicht an allen Bahnstationen fotografiert, aber ein paar Perlen habe ich wohl.


 Viele Menschen amüsieren sich immer über die Bahnstation "Schlump". Der Begriff kommt vom niederdeutschen Schlamm und lässt vermutlich auf das ursprünglich sumpfige Gebiet in dieser Gegend schließen. Heute ist davon der Name geblieben und es hat nichts mit den kleinen blauen Wesen zu tun.


 Da ist es ganz besonders fein, wenn man aus der Bahnstation kommt.







 Am Berliner Tor haben sie schon viele Fliesen abgekloppt.




 Diese Fliesen in Altona existieren tatsächlich schon nicht mehr. Da ist die Wand jetzt schwarz. Was für ein Jammer... Und nächstes Mal muss ich das Stativ mitnehmen und an der Belichtung arbeiten. Es gibt ja noch ein paar mehr feine Dinge im Hamburger Untergrund zu finden.

Sonntag, 21. Mai 2017

7 Sachen # 19. 17

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Geblättert: Ein paar schlaue Buchseiten um. Hirnfutter.


2. Gezogen: Frische Bettwäsche auf.


3. Geschnitten: Ich klebe im Moment an Büchern, wie der Leim, der sie zusammenhält. Aber ich kann ja nicht immer nur rumsitzen und lesen. Also mal was tun. Nebenbei kann man ja ein Hörbuch hören *hust*


4. Gefuttert: Frühstück. Spät, aber mit Erdbeeren. Ab sofort wird wieder ein möglichst hoher Körpererdbeeranteil angestrebt.


5. Gefüllt: Die Zuckerdose auf. Es darf ja nicht passieren, dass man abends beim Stricken ohne Naschis da sitzt.


6. Geleert: Garn. Da ich auf Vorratshaltung setze, konnte ich aber mit der gleichen Farbe weitermachen und musste nicht weinend zusammenbrechen.


7. Gerahmt: Ein ganz zauberhaftes Projekt ein. Ich war gestern auf dem Trödel tatsächlich fündig. Ich nähe jetzt noch eine Runde weiter. Vielleicht schreibe ich heute abend noch ein paar Blogeinträge für nächste Woche. Vielleicht auch nicht. Mal sehen. Habt einen charmanten Restsonntag!

Samstag, 20. Mai 2017

Samstagskaffee und Netzfunde # 15


 Was für eine Woche. Ich habe meine Drohung, so viel Sonne wie möglich mitzunehmen tatsächlich wahrgemacht. Primär lief das ungefähr jeden Sonnentag so mit Buch in der Hand auf dem Balkon bis die 35°C Marke in der Sonne geknackt und ich fertig war. Mit allem. Alles andere: Ich wollte nicht, hatte keine Worte, keine Lust, keine Ideen und die Inspiration hat sich mir auch nicht gerade vor die Füße geworfen. Da helfen gute Bücher immer. Und gute Filme. Von beidem hatte ich ordentlich, die Empfehlungen kommen Ende des Monats.  Ein bisschen alibimäßig habe ich mir die Haare schneiden lassen und war für ein Projekt auf der Suche nach einem kleinen Bilderrahmen in einem meiner Lieblingströdelläden. Einen Bilderrahmen habe ich zwar nicht gefunden, dafür aber dieses Bettwäsche. In Überübergröße.


 Ich finde sie ganz zauberhaft und denke, dass ich mir daraus für meine Bettdecke einen Bezug nähen werde. Die hat nämlich Übergröße, da ich sonst immer kalte Füße habe. Leider passt da alte Trödelbettwäsche nie drauf. Ich vermute ja ganz vorsichtig, dass dieses Design vom Möbelschweden irgendwann 70´er oder 80´er Jahre ist. Kann mir da jemand weiterhelfen? Ich fände das gerade spannend. Leider war kein Schild eingenäht und es gab auch keinen Kopfkissenbezug mehr dazu. Vielleicht wird es was mit Patchwork oder so, damit es für beides reicht. Ein paar Netzfunde und Gedanken dazu habe ich heute aber auch noch:

 Am Tag der NRW-Wahl letztes Wochenende, postete Raúl Krauthausen "Für Behinderte ist jede Partei rechts von der SPD nicht zu empfehlen" beim Instadings. Am selben Tag fand ich bei SpOn diesen Artikel, der das Thema Wahlrecht von behinderten Menschen thematisiert. "Die SPD wirft der Union vor, das Anliegen zu blockieren. "Die SPD-Bundestagsfraktion hat schon vor Monaten den Koalitionspartner aufgefordert, sich an der Wahlrechtsänderung zu beteiligen", sagte Kerstin Tack, behindertenpolitische Sprecherin in der SPD."(Zitat ebd.). Alles rechts der SPD.... Ich freue mich schon darauf, die Wahlprogramme für die Bundestagswahl im Hinblick auf "Randgruppenthemen" zu studieren. Ihr wisst schon: Behinderte, LGBT*Menschen, Arbeitslose, Frauen* und sowas. Ich wette da muss man mit dem Kreuzen links neben der SPD anfangen. Hyphothese...

 Seit Jahren lese ich feministischen Krams, höre entsprechende Podcasts und schaue mir Filme und Dokus zum Thema an. Was mir dabei immer wieder auffällt: Meistens sind es Frauen* die über Feminismus schreiben und sich dort engagieren. Seit Feminismus sich immer mehr auf den Weg in Richtung Mainstream aufmacht, liest man hin und wieder auch mal was von Männern. Zum Beispiel hier bei ze.tt oder hier und hier bei pinkstinks. Allerdings fehlt mir da irgendwie noch was. So ein Buch á la "Feminismus von Männern für Männer" oder so. Selbst mir ist Feminismus manchmal ein bisschen zu weiblich*. Und sollten Forderungen des Feminismus sich durchsetzen, hätten ja Männer durchaus auch etwas davon. Es wäre also mehr als Unterstützung notwendig. Aktives Mitreden und -gestalten. Finde ich. Bei all dem geschlechtskonstruktivistischen Kackscheiß, den ich in diesen Absatz gepackt habe, hoffe ich auf so etwas und ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe. Dabei fiel mir ein, dass ich vergangene Woche in der Drogerie schwarze Papiertaschentücher mit dem Slogan "Für harte Kerls und taffe Mädels (Oder waren es Frauen?)" gesehen habe... Schon wieder nichts für die Queercommunity... Dazu hatte ich so Assoziationen mit schwarzen (!!!) Taschentüchern und Resten von Sexual(verkehrs)resten.... GEHIRN!!!!

 Am 17. Mai war der internationale Tag gegen Homo-, Trans- und Biphobie. Ich bin da ja mehr der Meinung, dass "Phobie" da das falsche Wort ist. Die meisten Menschen die sich zu Homophobie "bekennen" haben keine Angst vor Homo-, Trans- oder Bimenschen, sondern sind einfach Arschlöcher. Das mediale Echo an dem Tag ging mir irgendwie nicht weit genug. Ein bisschen niedlich fand ich die Tutuaktion, die von Wyoming zu einer homophoben Äußerung eines Senators ausging. Die war allerdings schon vor diesem Gedankentag.


 Schluss für heute, sonst explodiert mein Hirn noch. Und weil ich immer noch einen Bilderrahmen für ein Projekt brauche, rutsche ich jetzt noch schnell bei Andrea rüber und dann mal los zum Trödel. Einen Bilderrahmen finden! Habt ein fabelhaftes Wochenende!

Sonntag, 14. Mai 2017

7 Sachen # 18. 17

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Geschmissen: Den Fussel aus dem Bett. Ziemlich strammen Schrittes sind wir direkt zum Fischmarkt gestratzt. Vorbei an mal wieder äußerst skurilen bis verstörenden Situationen, die man morgens um kurz nach 8h so auf der Reeperbahn erblicken kann.


2. Geprostet: Auf den Hafen. Der stramme Schritt war dem Kaffeedurst geschuldet. Es zog uns sofort zum Kaffeecitroen vor der Fischauktionshalle. Den ersten Kaffee des Tages, mit Zigarette, Sonne und guter Aussicht. Die Coverband in der Fischauktionshalle hatte wirklich den Arsch in der Hose, nach "Atemlos" von Frau Fisch direkt "Westerland" von den ÄRZTEN folgen zu lassen. Wir wohnen ja sowas von in der besten Stadt der Welt.


3. Getragen: Den obligatorischen Obstkorb für nen Zehner nach Hause. Wird wohl bis knapp zum nächsten Wochenende halten. Der handliche Teil der Beute (Äpfel und Bananen) wurde auf dem Weg nach Hause schon an schnorrende Menschen abgegeben.


4. Geholt: Denn Sonnenschirm von Dachboden. Der kam aber heute dann doch noch nicht zum Einsatz. Zu windig.


5. Gestellt: Weintrauben und Eistee auf dem Balkon parat.


6. Geblättert: Buchseiten um. Auf diesem Bild noch im Schatten, aber die Sonne wandert ja ziemlich zuverlässig.


 7. Gesucht: Neue Bücher raus. Ich habe den ganzen Tag auf dem Balkon in der Sonne lesend verbracht. Der Schock kam dann gerade eben. Das war heute erst die zweite NRW-Wahl, bei der ich nicht mitgewählt habe. Ich habe die meiste Zeit meines Lebens in diesem Bundesland verbracht. Viele Familien- und Freundesmenschen leben dort. Tiefste Verbundenheit. Mich haben die ersten Ergebnisse alles andere als glücklich gemacht. Ich gehe davon aus, dass es vielen Lieblingsmenschen heute nicht anders geht. In Anbetracht der Tatsache, dass NRW- Wahlen immer als "Testwahlen" für den Bundestag angesehen werden, gruselt es mir und es lässt mich hilflos zurück...

Samstag, 13. Mai 2017

Samstagskaffee und Netzfunde # 14


 Eine Woche mit wenig Schlaf, miesem Wetter und irgendwie entsprechender Laune liegt hinter mir. Die Wohnung ist fertig gestrichen, entrümpelt und geputzt. Mein Kühlschrank ist vergangene Woche Samstagabend (Klassiker) gestorben. Der neue steht schon. Zudem habe ich meine Steuererklärung für das letzte Jahr gemacht und abgegeben. Da fühle ich mich mindestens einmal im Jahr furchtbar erwachsen... Die restliche Zeit der Woche verbrachte ich damit, mich darüber zu ärgern dass ich nicht doch zur re:publica gefahren bin (die Ticketpreise haben mich vor einigen Monaten leider maximal abgeschreckt) und mir zu überlegen, welchen Schabernack ich denn als nächstes treiben könnte. Vermutlich werden es bis zum Start der Festivalsaison eher kleinere Dinge. Und defintiv werde ich jeden verdammten Sonnentag draußen verbringen.


 Es regnet für meinen Geschmack derzeit einfach zu viel und es ist zu kalt. Wegen dem (!!!) Wetter (juten Tach Rheinland) hatte ich aber auch mal wieder ein bisschen Zeit mich im Netz herumzutreiben. Netzfunde der vergangenen Woche also:

 Auch Nazis veranstalten Familienfeste mit Hüpfburg. Huiuiuiui. Und am 17. Juni möchten die identitären Schwachköppe gerne in Berlin demonstrieren. Ich war ja schon recht lange nicht mehr in Berlin. Ich hätte da noch Zeit einer Gegen-/Blockadedemonstration beizuwohnen.

 Fast eine kleine Ergänzung zu meinem Donnerstagspost gab es bei innenAnsicht: Frau vertrau doch einfach mal auf deine beruflichen Fähigkeiten.

 Wie funktioniert es eigentlich, wenn man sich eine feministische Einstellung zulegen möchte? Eine feine, bebilderte Orientierung gibt es hier: How To Be A Good Feminist. Mir gefiel vor allem das sehr offene Schlusswort.

 Ich mag ja Überraschungsmomente. Einen davon hatte ich, als ich diesen etwas knappen Artikel über einen männliche Hebamme gelesen habe. Oder heißt es Hebammer? Vermutlich ist es auch einfach egal.

 Apropos Geschlechtskonstruktivismus: Es gibt eine neue Linksammlung in der Nähbloggendenwelt. Karin sammelt ab sofort selbstgezauberte Kleidung für Kinder aller Geschlechter. Im Eingangspost gibt es noch viele spannende Einblicke rund um das Thema Geschlechtskonstruktivismus, Intersexualität undundund.

 Nunu wies diese Woche auf ihrem Blog auf eine neue Studie von Greenpeace hin: "Shopping weltweit". Und es macht noch nichtmal glücklich.... Darum lege ich das meiste Geld auch seit einiger Zeit in Essen an. Vermehrt sich auf meinen Hüften besser, als auf dem Konto- haha! 


 Ich bin gleich noch verabredet. Das könnte lustig werden und den Rest des Wochenendes werde ich mich einfach mal versuchen, mich treiben zu lassen. Ganz entspannt wie auf Wasser. Oder so. Noch schnell zu Andrea und dann mal los. Habt es fein.