Freitag, 22. September 2017

Schwedische Sommerblumen


 Ich bin ja defintiv sowas von noch nicht startklar für den Herbst. Neeneeneenee -bitte hier vehementes Kopfschütteln einfügen-. Da brauche ich noch ein bisschen Sommer. Irgendwie war das doch kalt dieses Jahr. Aber ein paar feine Tage gab es ja doch. Im Smålandurlaub gab es so ein paar Tage. Und wie fabelhaft es da war, Blumen pflücken zu gehen. Das ist viel besser, als in der Stadt in den Blumenladen zu müssen. Da bin ich Hippie. In Schweden habe ich das im Retrohäuschen auch richtig ausgereizt. Lohnte sich ja auch.


 Immer Blumen auf dem Tisch. Einfach so vom Wegesrand. Lupinen in allen Farben, Butterblume, Schafgarbe und irgendwas undefinierbares, pinkes. Und natürlich ein paar Krabbeltiere, die da rauskamen. Natur! Fabelhaft!


 Die Retrovase gab es natürlich auch vor Ort.


 Einfach mal in Erinnerungen schwelgen zum Wochenende. Freutag und Flowerfriday. Auf dass der erste Schnupfen der Saison sich bald wieder verzieht. Gib mir Sonne!!!

Mittwoch, 20. September 2017

Komplettoutfit mit Rock´n´Roll


 Heute will ich einfach mal so Klamotte zeigen. Auf dem Bild habe ich wirklich ein komplett selbstgenähtes Outfit an. Das passiert in letzter Zeit öfter. So nach und nach verschwinden die Kaufklamotten aus dem Schrank. Mit Ausnahme von Unterwäsche und Socken.


 An der Stoffauswahl muss ich noch ein bisschen sehr arbeiten. Das hier sind alles stinknormale Stoffe vom Stoffmarkt oder den örtlichen Stoffhandelnden. Schnitte für Shirt, Longtop, Rock und Leggins sind selbstgebaut. Die Kuschelgitarre liegt schon seit Jahren auf meinem Sofa. Super Nackenhörnchen!


  Auf dem Shirt sind kleine Anker. Fabelhaft. Es ist absichtlich ein wenig kürzer. So Ökomodemenschen würden das wohl als Lagenlook bezeichnen. Ich mag es wirklich gerne.


 Ganz besonders mag ich ja den Rockstoff. Oder Rock´n´rollstoff? Genäht am Morgen bevor ich aufs Immergut Festival gefahren bin. Ich hatte ja gar nichts anzuziehen im Schrank. *hust* Ich habe keine Ahnung woher dieses Gefühl kommt, man hätte nichts anzuziehen, obwohl der Schrank aus allen Nähten platzt. Das ist wohl das, was die meisten Menschen zum Shoppen treibt. Vermutlich ist es nicht viel besser, sich an die Nähmaschine zu treiben und mit konventionellen Stoffen zu nähen.... Ich zweifele teilweise immer noch an meinen Nähfähigkeiten und habe darum immer noch ein bisschen Schiss zu den kostspieligeren aber korrekteren Stoffen zu greifen. Webware ist nicht das Drama. Alte Bettwäsche, Gardinen und Co. habe ich stapelweise für günstiges Geld vom Trödel. Daraus nähe ich ja auch Kleidung. Vielleicht muss ich die Selbstzweifel einfach mal beiseite schieben. Ansonsten brauche ich ja auch nicht wirklich ständig neue Kleidung. Das muss ich mir auch mal merken. Niemand ist perfekt und ich schonmal gar nicht, auch wenn ich versuche, so wenig Arschloch wie möglich zu sein.


 Allerdings hat mir der Rock gute Dienste geleistet. Eine Tasche fehlt tatsächlich noch. Aber sonst ist es der perfekte Festivalrock. Man kann sich hinhocken, muss nicht aufpassen, dass man sich blank macht. Mit Leggins drunter warm.


 Wohlfühloutfit. Funktioniert sogar auch auf dem Sofa. Meine Longtops ziehe ich im Winter gerne als unterste Schicht an. Kann man auch über den Hintern ziehen, wie ein enges Unterkleid und hält dann im Winter den Hintern schön warm. Und nein, ich habe kein Blauproblem. Blau ist mein Schwarz. Und heute in der Mittwochssammlung.

Dienstag, 19. September 2017

Roller Derby: Harbor Girls vs. Graveyard Queens


 Vergangenen Sonntag war mal wieder Roller Derbyzeit. Das Letzte Bundesligabout für dieses Jahr in Hamburg. Spannenderweise direkt bei mir um die Ecke, auf der Eislaufbahn Stellingen. Zu Gast waren die Graveyard Queens aus Köln.


 Es war ja kein Eis auf der Bahn. Kalt war es allerdings und während des Bouts ging ein ordentliches Gewitter nieder. Brrrrrr. 


 Bereits im Vorfeld war angekündigt, dass der Eintritt zwar frei sei, Stühle, Getränke und Essen bitte selbst mitgebracht werden sollten. Dem kamen alle gerne nach. Vollkommen in Ordnung, bestes DIY eben. 


 Ohne Helferlein geht es aber auch da nicht und sie waren mal wieder sehr fleißig. 


 Zu Gast waren die Graveyard Queens aus Köln. Furchtbarerweise für mich. Denn Bambi Beat Them Up aus diesem Team hat mir vor Jahren das Roller Derby ins Herz gepflanzt und mich quasi eingeführt in diesen großen Spaß. Da war ich schon ein wenig zerrissen.



 Zwischenzeitlich wurde es wirklich schnell. Ich kann mir vorstellen, dass es für die Damen echt anstrengend war. Schnelle, kurze Runden und dann auf der Teambank sitzen und wieder auskühlen. Ich hoffe, es hat sich niemand einen Schnupfen geholt.









 Der Endstand sprach dann aber Bände. Und wie wunderbar St. Pauli an dieser Stätte rollen zu sehen. Thihihihi. Und es geht eben doch auch spartanisch. Manchmal bin ich beeindruckt, wenn ich in andere Länder blicke und sehe, wie groß Roller Derby dort ist. Wünschenswert für die engagierten Menschen, die das immer wieder auf die Beine stellen und so viel Herzblut da rein stecken. Auf der anderen Seite kann man hier eben noch auf Tuchfühlung gehen und nah dran sein. Vielleicht kann ich irgendwann mal sagen: "Ich kannte die schon, da rollten die noch in kleinen Sportstätten."


 Am 21. und 22. Oktober ist wieder Kick Ass Cup in Hamburg. Vermutlich werde ich da aber nicht da sein, da da eben auch Herbstferien sind. Alle anderen: Hingehen, supporten und Spaß haben!

Montag, 18. September 2017

Veganes Straßenfest in Hamburg


 Vergangenen Samstag war mal wieder ein veganes Straßenfest, zu dem ich es wirklich geschafft habe. Ziemlich gut. Das Wetter war eher so nass, kalt, eklig. Doch das Fest war trotzdem gut besucht. Das freut einen natürlich.




 Natürlich waren diverse Tierrechts- und -schutzinitiativen vertreten. Haufenweise Infomaterial, Spendenbüchsen und Petitionen für kleine und große Tiere. Ich fand es großartig, dass diese aus diversen Richtungen kamen. Natürlich die klassischen Tierbefreienden aus der Subkultur, aber auch gut situierte, eher bürgerliche Initiativen. Schockbilder, liebliche Kinderbilderbücher, bunte Flyer und dicke Bücher gab es an den Ständen. Für jeden was dabei. Eigentlich durfte sich da niemand nicht angesprochen fühlen. Die Vorträge habe ich mir geschenkt und kann darum dazu nichts sagen.



 Diverse Futterstationen gab es auch. Die Schlangen davor waren unfassbar lang. Da hatte ich nicht viel Lust drauf, zumal ich die meisten Angebote schon kannte, da sie dauerhaft in Hamburg angesiedelt sind. Zu Futtern gab es für mich später etwas abseits des Festes. Auf St. Pauli gibt es diverse Möglichkeiten.


 Das Publikum war sehr bunt gemischt. Alte, junge, punkige, hipsterige, yuppige Menschen und Vierbeiner. Fabelhaft. Und alle dürften was für sich gefunden haben.





 Das Veganismus sich nicht nur auf Ernährung bezieht, wurde auch an den diversen "Lifestyle"ständen sichtbar. Viele Menschen haben ja gar nicht auf dem Zettel, dass es bei Veganismus nicht alleine um Ernährung geht. Leder, Wolle und Co. Man konnte sich hier jedenfalls gut eindecken. Irgendwie auch erschreckend, dass es in Hamburg keinen veganen Schuhladen (mehr) gibt.... Natürlich gab es auch Klamotte mit Botschaft. Sehr angenehm fand ich, dass das gesamte Fest nicht so furchtbar trendy, schick, überheblich aufgemacht war. Grundsätzlich eher bodenständig sympathisch.


 Und spätestens bei den großartigen Menschen von Roots Of Compassion konnte man auch mal wieder sehen, dass eine denkende, reflektierte, kritische Haltung gegenüber dem Leben, sich nicht alleine auf Tiere beschränkt sondern auch darüber hinaus gehen kann und muss.



 Tatsächlich habe ich für mich "neue" Karamelbonbons gefunden. Ansonsten ist solch ein Fest für eine Veganerin im zwölften Jahr zwar immer wieder eine gute Unterhaltung, aber Neues gab es da nicht. Ist ja auch nicht schlimm. Im Gegenteil. Natürlich begrüße ich es trotzdem, dass es solche Straßenfeste gibt, um andere Menschen zu informieren, anzufixen und zu überzeugen, erst ihren Verstand und dann ihr Herz zu nutzen. Mir wurde aber auch mal wieder deutlich, dass es wichtig ist, dass erfahrene vegan Lebende den Neueinsteigenden und Interessierten ein wenig unter die Arme greifen.  Ich hatte vor zwölf Jahren auch einen "Vegan Buddy". Jetzt bin ich dran. Also los! Hier bin ich. Ansonsten: Lasst es euch schmecken.

Sonntag, 17. September 2017

7 Sachen # 28. 17

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Genascht: Nüsse, getrocknete Mango beim Zaubern. Daneben Tee.


2. Genäht: Etwas.


3. Gestickt: Auch etwas.


4. Gewaschen: Tomätchen ab. Fürs Abendessen später.


5. Gezogen: Den Zimmermenschrock an.


6. Geklatscht: Ab. War ein feines, kleines Bout heute. Ein St. Pauli- Team in HSV- Spielstätte. Hihihi.


7. Geschlüpft: In Bequemlichkeitsklamotte und vor allem dicke Socken. Brrrrrrrr. Das war ein fieses Gewitter und das Bout zwar überdacht, aber quasi im Freien. Nachher gibt es sicherlich noch eine heiße Wanne. Berichte zu einigem vom Wochenende folgen im Laufe der Woche. Kommt gut rein. Also in die Woche.

Samstag, 16. September 2017

Samstagskaffee und Netzfunde # 24


 "Swoosh", hat die Woche gemacht. Einfach so vorbeigeheizt. Unter 10 Stunden ging bei mir kein Arbeitstag aus. Aber es fließt und fühlt sich im Moment ziemlich geil an. Es macht Spaß, es gibt viel zu lachen. Ernsthaft, nicht sarkastisch oder ironisch. Ein gutes Gefühl. Und da liegt eine Hose vor der Waschmaschine. Wie am Dienstag erwähnt, habe ich seit Jahren keine Hosen mehr getragen. Diese Woche nur. Und es war spannend, nach den ständigen Röcken mal wieder in eine Jeans zu springen. Zwischenzeitlich schoss mir das Testosteron ein wenig ein. Seltsam, was Klamotten so mit einem machen können. Noch bin ich mir nicht sicher, wie ich das finden soll. Heute schlüpfe ich auf jeden Fall wieder in einen Rock. Es ist Wochenende und ich habe Lust auf Weiblichkeit. Oder so.


 Die Jeans dreht ihre Runde in der Waschmaschine und hier folgen nun ein paar Netzfunde:

 "Den meisten ist nicht bewusst, dass ein Schwangerschaftsabbruch auch zu diesem frühen Zeitpunkt nur unter bestimmten Bedingungen nicht strafrechtlich verfolgt wird, aber dennoch rechtswidrig ist." (Zitat ebd.) Ein extrem lehrreiches und spannendes Interview bei innenAnsicht mit einer Aktivistin zum Thema Abtreibung. So vieles, was ich nicht wusste. Direkt in der Woche noch ein Beitrag über die Situation rund um das Thema Abtreibung in Kroatien. In Anbetracht der Tatsache, dass so ein Quatsch wie der "Schutz der traditionellen Familie" auch hierzulande wieder lauter gefordert wird, wird einem ganz anders. Was auch immer die traditionelle Familie sein soll. Muddi am Herd, Vaddi auf Maloche und abends Alkohol und Sportschau für ihn und Prügel für alle? Brrrrrrrrr.

 Dass Beiträge zum Thema Wohlfühlen im und Diskriminierung des eigenen Körpers nicht zwangsläufig "nur" von runden Frauen kommen müssen, hat diese Woche Larissa von norobotsmagazine aufgezeigt. Da ging es auch gutes ein Stück weit um Körperlänge. Das konnte ich so absolut unterschreiben.  

 Über das Problem menstruierender Schülerinnen in Afrika, die während ihrer Periode nicht in die Schule gehen können, hatte ich hier schon ein paar Mal etwas verlinkt. Leider habe ich es diese Woche noch nicht geschafft, diesen kurzen Podcast zum Thema zu hören. Ich hoffe aber, das am Wochenende nachholen zu können. Von daher erstmal einfach so der Link ohne Qualitätsurteil.

 Sehr lachen musste ich über den dieswöchigen Magazincheck beim Kotzenden Einhorn. Und wie wahr die politischen Nebenäußerungen doch sind. Grün ist bei mir irgendwie auch schon lange durch...


 So, Kaffee alle, Tee ist auch fertig gezogen. Waschmaschine läuft. Gleich erstmal ne Runde auf der Yogamatte drehen, dann ein bisschen arbeiten. Etwas Feines habe ich am Wochenende aber noch vor. Heute geht es zum veganen Straßenfest in St. Pauli. Das wird sicherlich ein großes "Hallo" geben. Und morgen ist ein ganz großartiges Roller Derby Bout bei mir um die Ecke. Vor allem meine beiden Lieblingsteams gegeneinander. Das wird mich wohl zerreissen. Meine Kamera werde ich zu beidem mitnehmen und kann dann hoffentlich kommende Woche hier berichten. Noch schnell bei Andrea vorbei und dann auffi! Habt ein fabelhaftes Wochenende!