Montag, 25. September 2017

Katerstimmung


 Guten Morgen Dunkeldeutschland. Da ist was los. Blau angemalte braune Scheiße rollt durch die Gegend. Diese blau angemalte Nazipartei hielt gestern Abend in dreihundert Metern Luftlinie meiner Wohnung ihre Wahlparty ab. Bis es laut wurde im Viertel, da sind sie dann doch lieber abgehauen. Das hat mich ein wenig beruhigt. Doch ruhig werde ich nicht sein in den nächsten Jahren. War ich vorher auch nicht. Da haben wir das, was niemand für möglich gehalten hat. Ein brauner Spitzenkandidat der nach der Wahl von "Jagd auf die Regierung" spricht, lässt mich gruseln. 
  
 Mir fehlt es immer schon an Gelassenheit. Ich glaube auch nicht, dass sie in diesem Fall weiterhelfen wird. Mit Sicherheit werde ich gleich zur Arbeit gehen, mit der Bestätigung, dass es wichtig ist, die Menschen, die morgen wählen gehen werden, zu befähigen demokratische Parteien von undemokratischen unterscheiden zu können. Das kann ich auch unter Wahrung des Beutelsbacher Konsens.


  Ich werde von meinen Lernenden beim Thema NS- Zeit immer gefragt, warum damals niemand was unternommen hat und was ich getan hätte. Schwierige Frage für damals, aber ein Ansporn für Handeln heute. Immer.

 Kein Zeiten, in denen man ruhig in der Wohnung rumwerkeln und dem Frauenbild der Braunen nahe kommen sollte. Mal drüber nachdenken. Mehr fällt mir nach der schlaflosen Nacht nicht ein. Vorwärts!

1 Kommentar:

  1. Ich fühle mich im Moment auch einfach sprachlos. Mit einer Freundin bin ich im Hintergrund wild am Diskutieren, was man - wir! - die nächsten vier Jahre tun können, damit das nicht _noch_ schlimmer wird...

    Liebe Grüße
    Sabrina

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